Politische Bildungsreise der Jugendzentren Gräselberg und Biebrich nach Berlin mit Besuch im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
zuerst erschienen auf: https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/aktuelles/bezirksticker/2026/wiesbadener-jugendgruppe-im-bezirksamt-1722354.php unter dem Titel „Berlin ist sozialer – Wiesbadener Jugendgruppe zu Gast im Bezirksamt“ am 7.10.2026

Wiesbadener Jugendgruppe konnte sich über die Wahlergebnisse austauschen. © Johannes Hollenhorst
Was tut Friedrichshain-Kreuzberg für neurodivergente Menschen? Was kostet ein Schülerticket für Bus und Bahn in Berlin? Was bedeuten die Wahlergebnisse für den Bezirk und die Stadt?
Diese und viele weitere Fragen hatte eine Reisegruppe des Jugendzentrums Biebrich und Gräselberg aus Wiesbaden im Gepäck, als sie im Bezirksamt an der Frankfurter Allee zu einem Austausch mit Fabian Reitemeyer und Dr. Kathrin Kohle aus dem Büro der Bezirksbürgermeisterin zusammenkam. Dabei wurde klar, dass Berlin viel für den sozialen Zusammenhalt tut, was die Jugendlichen sich für ihre Stadt auch wünschen – wie zum Beispiel ein kostenloses Schülerticket für Bus und Bahn.

Die Jugendlichen berichteten auch von spannenden Entwicklungen in ihrer Heimatstadt. © Johannes Hollenhorst
Bei dem Austausch im Rahmen der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und Wiesbaden berichteten die Jugendlichen aber auch von spannenden Entwicklungen in ihrer Heimatstadt. So wird Wiesbaden nun von einer sogenannten ‚Maracuja-Koalition‘ aus CDU, Grünen, FDP und Volt regiert – eine Koalition, die weder in Friedrichshain-Kreuzberg noch in Berlin jemals im Gespräch war.

Gemeinsame Herausforderungen wurden deutlich. © Johannes Hollenhorst
Für den 15-jährigen Yigit Cakar, einer der Teilnehmenden der Jugendreise, ist Berlin ein Ort, an dem er sich gut vorstellen könnte als Erwachsener zu leben – gerade wegen der sozialen Politik. Doch aktuell engagiert er sich als Mitglied des Jugendparlaments Wiesbaden dafür, dass seine Stadt mehr so wird, wie er sie sich vorstellt.
Neben den Unterschieden zwischen Wiesbaden und Friedrichshain-Kreuzberg wurden so auch gemeinsame Herausforderungen deutlich: Cakar brachte beispielsweise Ende Mai 2026 einen Antrag zur „Verbesserung der Sauberkeit auf Spielplätzen und öffentlichen Plätzen“ durch eine Aufklärungs- und Informationskampagne in das Jugendparlament ein. Und auch in Friedrichshain-Kreuzberg ist Sauberkeit im öffentlichen Raum ein Problem welches das Bezirksamt immer wieder beschäftigt und an dessen Lösung durch Projekte wie „Kotti räumt auf“gearbeitet wird.

Der Austausch zwischen den Partnerstädten war sehr aufschlussreich. © Johannes Hollenhorst
Der Austausch zwischen den Partnerstädten war somit sehr aufschlussreich für alle Beteiligten, denn auch wenn die konkreten Probleme unterschiedlich sind, wie Fabian Reitemeyer es bereits bei seiner Begrüßung der Gruppe sagte, sind die größeren Herausforderungen in verschiedenen Städten häufig vergleichbar.
(Johannes Hollenhorst)