Von Chocomel bis Wildtierspur – unsere Kinderfreizeit in Arnheim

Vom 29. Juni bis zum 07. Juli 2026 hieß es wieder: Koffer packen, das Kinderzentrum Biebrich geht auf Tour. Insgesamt 14 Kinder von der ersten bis zur fünften Klasse sowie drei Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Biebrich machten sich mit dem Zug auf den Weg nach Arnheim, wo wir für die Zeit unseres Aufenthalts in einem Euro-Park wohnen werden.

Im Park angekommen, teilten wir uns auf die drei Häuser auf. Der Rest des Tages wurde dann im Wesentlichen nur noch für den Streit um die besten Zimmer und das Beziehen der Betten genutzt. Munter ging es dann am Dienstag nach dem Frühstück weiter, denn es stand die ausführliche Erkundung und Erprobung des Parks auf dem Programm. Neben dem Spielplatz, einem Fußballfeld und Basketballkörben waren ein Outdoor-Trampolin und das Schwimmbad besondere Highlights für die Kinder. Abgesehen von den individuellen Snackpausen kamen die Kinder für den Rest des Tages kaum noch aus dem Wasser. Am Abend erhielten wir dann endlich unsere heiß ersehnte Lebensmittellieferung. Eine buchstäblich gesamte LKW-Ladung sollte unsere Verpflegung für die kommenden Tage abdecken. Am Mittwoch stand dann der erste Ausflug an. Wir besuchten den Burgers Zoo, der nur wenige Minuten mit dem Bus von unserem Park entfernt lag. Eine Besonderheit, über die der Tierpark, verfügt sind die Hallen mit verschiedenen Klimazonen. Hier gibt es eine Wüste, den tropischen Regen- sowie Mangrovenwald und eine Ozeanwelt mit entsprechender Tier- und Pflanzenwelt. Den Donnerstag verbrachten wir wieder gemeinsam im Park, im Schwimmbad und auf dem Fußballplatz. Während sich bei den Betreuenden die Anstrengung der ersten Tage bemerkbar machte, zeigten die Kinder keinerlei Müdigkeitserscheinungen und man begann sich zu wundern, aus welcher Quelle sie ihre Lebensenergie schöpften. „Ausgeruht“ ging es dann am Freitag weiter in den angrenzenden Nationalpark. In dem 5.500 Hektar großen Naturschutzgebiet begab sich ein Parkranger mit den Kindern auf Spurensuche nach den ansässigen Wildtieren. Anschließend hieß es: Auf die Räder, fertig, los! Der Park verfügt über 2.000 kostenlos nutzbare Fahrräder zur Erkundung der Umgebung. Damit ging es rund 24 Kilometer durch Laub- und Nadelwälder, Heidelandschaften bis hin zu Sanddünen. Neben den einmaligen Eindrücken und dem besonderen Erlebnischarakter hatte die Radtour den wunderbaren Effekt, dass abends erstmals sehr frühzeitig Stille in den Häusern einkehrte und allen eine erholsame Nachtruhe zuteilwurde. Am Samstag feierten wir den Geburtstag einer Teilnehmerin. Wir starteten den Tag also mit Kuchen zum Frühstück und machten uns anschließend auf den Weg ins Zentrum von Arnheim, denn heute stand Shopping und Stadtbummeln auf dem Programm wobei die Kinder endlich ihr Taschengeld auf den Kopf hauen durften. Während einige im Süßigkeitenladen die buntesten Tüten zusammenstellten, suchten andere nach Souvenirs für ihre Eltern und wiederum andere kauften lustige Accessoires in einem Fastnachtsgeschäft. Sonntags wurde wieder im Park entspannt. Weil das Wetter ohnehin grau und regnerisch war, bot sich die Gelegenheit, bei einer warmen Tasse Chocomel zu malen, basteln oder einfach, in der Decke eingekuschelt, den Geschichten zu lauschen die, von den Betreuenden vorgelesen wurden. Die erste Woche lag nun hinter uns, was bedeutete, dass sich die Freizeit dem Ende zuneigte. Am Montag wurden nochmal das Schwimmbad und der Spielplatz ausgiebig genutzt und allmählich die ersten Sachen gepackt. Unterhosen und Socken, die in der vergangenen Woche wild durcheinandergeraten waren, wurden sortiert und dabei zeigte sich wie, hilfreich die eingestickten Initialen waren, die uns stolz zu Beginn der Freizeit präsentiert wurden. Dienstags hieß es dann schon wieder Abschied nehmen.

Eine gemeinsame Zeit mit unvergesslich schönen Momenten, Situationen, in denen man sich vor Lachen den Bauch halten musste, aber auch die ein oder andere Träne lagen nun hinter uns. Immer wieder beeindruckend zu sehen, ist, wie die Kinder im Verlauf dieser kurzen Zeit an den Erlebnissen wachsen und ein Stück „größer“ und reifer zurückkehren.

Marlon Diesler, STZ Biebrich

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