Internationaler Austausch für starke Mädchen*

Wie sieht moderne Mädchenarbeit in Europa aus?

Vom 21. bis 25. April 2026 suchten Fachkräfte aus sechs Nationen im griechischen Kryoneri nach Antworten. Unter dem Titel „youthwork with girls“ stand der grenzüberschreitende Austausch über Methoden, Herausforderungen und Ressourcen im Fokus. Dank der Unterstützung durch Wiesbaden International und Erasmus+ kamen Partnerorganisationen aus der Ukraine, Estland, Spanien, Polen, Deutschland und Griechenland zusammen. In intensiven Workshops arbeiteten die Teilnehmerinnen an Themen wie Identität und Rollenbildern. Methodische Übungen halfen dabei, Erwartungen zu klären und eine starke Vertrauensbasis zwischen den Fachkräften der verschiedenen Länder zu schaffen.

Ein Blick in die Praxis: Prävention und Beratung

Ein Highlight war die Exkursion nach Korinthos zum Zentrum „Diolkos“. In dieser Einrichtung für Prävention und Beratung sprachen wir ausführlich mit Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen über ihre tägliche Arbeit. Der Besuch bot wertvolle Einblicke in die griechische Beratungslandschaft und zeigte wichtige Parallelen in der Unterstützung von Jugendlichen in Krisensituationen auf. Besonders der ganzheitliche Ansatz zur Förderung der psychosozialen Gesundheit war für unsere Arbeit mit Mädchen extrem inspirierend.

Bedürfnisse und Rechte im Fokus

Im Zentrum unserer Diskussionen stand immer wieder die Kernfrage: Welche Bedürfnisse haben
Mädchen heute?*

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Wir analysierten, wie sich die Gesetze für Frauen* in den
    beteiligten Ländern seit 2015 entwickelt haben.
  • Ressourcen-Check: Von Estland bis Spanien verglichen wir, wie wir Mädchen* dabei
    unterstützen können, ihre Rechte aktiv wahrzunehmen.
  • Handlungssicherheit: Um auch für schwierige berufliche Situationen gewappnet zu sein,
    erarbeiteten wir konkrete Bewältigungsstrategien und neue Handlungsoptionen für den
    Arbeitsalltag.

Fazit: Vielfalt als Stärke

Die Fachkräftemaßnahme hat einmal mehr gezeigt: Auch wenn die nationalen Kontexte variieren,
sind die Herausforderungen in der Mädchen*arbeit oft verblüffend ähnlich. Die Vielfalt der
europäischen Perspektiven ist dabei ein riesiger Gewinn für unsere tägliche Praxis.
Wir kehren mit einem prall gefüllten Methodenkoffer und einem starken internationalen Netzwerk
im Gepäck nach Hause zurück!

Schilan Najafi Ghaleh (aus dem Projekt „girls across borders“, Förderverein der Riehlschule e.V.)

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