Wiesbaden/Florina – Internationale Begegnungen, neue Freundschaften und ein gemeinsames Ziel: Die Jugendbegegnung zwischen der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule und dem 3. Gymnasium in Florina stand unter dem Motto „Two Nations – One Nature“.
Bereits zum elften Mal fand in diesem Jahr vom 30. Januar bis zum 6. Februar die deutsch-griechische Begegnung statt. Insgesamt nahmen 40 Jugendliche teil – 20 aus Wiesbaden und 20 aus Florina in Griechenland. Seit vielen Jahren wird das Projekt von Marcus Mildner, Schulsozialarbeiter an der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule, sowie Tasos Batmas, Lehrer am 3. Gymnasium in Florina, organisiert. Unterstützung erhalten sie dabei von Lehrkräften und Schulsozialarbeitern beider Schulen sowie von der Fachstelle „Wiesbaden International“ in der Abteilung Jugendarbeit im Amt für Soziale Arbeit Wiesbaden.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie junge Menschen in Deutschland und Griechenland gemeinsam Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen können. Unabhängig von Landesgrenzen teilen sie denselben Lebensraum – ganz im Sinne des Mottos „Two Nations – One Nature“, das die gemeinsame Verantwortung für Natur und Klima in den Vordergrund stellt.
Im Rahmen verschiedener Workshops setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auseinander. Dabei blieb es nicht bei der Theorie: Die Teilnehmenden wurden selbst aktiv, stellten Naturkosmetikprodukte her, fertigten Stofftaschen als umweltfreundliche Alternative zu Plastiktüten und entwickelten Ideen für einen nachhaltigeren Alltag. Während der Woche lernten sie zudem einige Spieler der Rhino Rivers, eine Rollstuhl-Basketball Mannschaft aus Wiesbaden, persönlich kennen. In Gesprächen konnten sie Fragen stellen und selbst die Erfahrung machen, Rollstuhlbasketball auszuprobieren. Außerdem besuchten sie ein Spiel der Mannschaft und unterstützten das Team begeistert von der Tribüne. Gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Klettern, Eislaufen oder Bowling förderten darüber hinaus den Zusammenhalt der Gruppe. Auf diese Weise entstanden neue Freundschaften, und die Jugendlichen wuchsen als internationales Team enger zusammen.
Den Abschluss der Begegnung bildete ein Empfang im Georg-Buch-Haus, bei dem die Teilnehmenden ihre Projektergebnisse und Eindrücke der Woche Förderern und Unterstützern präsentierten. Dabei hielten unter anderem die Stadträtin Dr. Patricia Becher sowie die Schulleitung der Wilhelm Heinrich von Riehl Schule, Swantje Dietrich, kurze Ansprachen, und im Anschluss wurden gegenseitig Geschenke überreicht. Die Jugendlichen beider Länder erhielten im Anschluss durch Frau Dr. Becher den EU Youthpass als Anerkennung für ihre Teilnahme an dieser deutsch-griechischen Jugendbegegnung.
Das Motto „Two Nations – One Nature“ zeigte sich nicht nur in den inhaltlichen Ergebnissen, sondern auch im gewachsenen Gemeinschaftsgefühl. Die Jugendlichen erlebten, dass Umweltschutz keine Grenzen kennt und nur durch internationale Zusammenarbeit langfristig erfolgreich sein kann. Der Austausch verdeutlichte eindrucksvoll, wie wertvoll solche Begegnungen für interkulturelles Verständnis und globale Verantwortung sind. Gefördert wurde die Jugendbegegnung durch das EU-Programm Erasmus+ „Jugend“, das die finanzielle Grundlage für die Umsetzung des Projekts bildet.
Am 23. April reisen die 20 Wiesbadener Jugendlichen für eine Woche nach Griechenland, um ihre Austauschpartner zu besuchen. Auch dort erwarten sie neue Eindrücke, gemeinsame Aktivitäten und Erfahrungen, die sie noch lange begleiten werden.
Text: Herr Till Blendermann, Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule Wiesbaden Biebrich







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