Von Anja-Baumgart-Pietsch

Internationale Jugendbegegnung Wiesbaden-Biebrich – Florina (Griechenland)

„Internationale Jugendbegegnungen sind praktizierte Friedensarbeit.“ Das sagte Schulleiter Thomas Schwarze, an dessen Biebricher Riehlschule nun nach zweijähriger Coronapause wieder Schülerinnen und Schüler aus dem griechischen Florina zu Gast waren. Bereits acht Jahre lang besteht der Schüleraustausch zwischen der Biebricher Gesamtschule und dem „Gymnasium Nr. 2“ in der griechischen Stadt. In der kommenden Woche werden die Biebricher Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch fahren – zum ersten Mal nimmt auch der Schulleiter selbst teil.

Der Empfang durch den Sozialdezernenten Christoph Manjura im Rathaus war gekennzeichnet durch die Erschütterung über den Krieg in der Ukraine. Nicht nur Thomas Schwarze brachte zum Ausdruck, dass die junge Generation nun gefordert sei, künftig Solidarität und europäisches Miteinander zu leben. Dass man es gar nicht hoch genug einschätzen könne, hier gemeinsam eine solche Begegnung mit interessantem Programm durchführen zu können und einer geregelten schulischen Bildung nachzugehen, wurde allen bewusst.

Die Begegnung, gefördert von „Erasmus Plus“ folgte aber auch dieses Mal wieder dem bewährten Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. So wurde beispielsweise in der Nachbarschaft der Riehl-Schule ein Teich angelegt, Insektenhotels gebaut und andere kleine Projekte zum Naturschutz durchgeführt. Der Spaß kam nicht zu kurz, so gab es eine Stadtrallye, bei der zum Beispiel ein Ei im Kochbrunnen gekocht werden sollte und jeweils eine Tüte Müll eingesammelt werden. Weitere Programmpunkte führten zur Kletterwand, ins Biebricher Schloss und natürlich gab es auch Lagerfeuer, Nachtwanderung, Disco, Bowling und alles, was Jugendlichen Spaß macht.

Den Empfang im Rathaus bereicherte auch die Band der Riehl-Schule mit dem „Riehl-Song“ und dem Friedenslied „99 Luftballons“. Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern moderierten souverän den Empfang, an dem auch Mitglieder des Biebricher Ortsbeirats teilnahmen. Als neuen Partner konnte man die Piensa-Stiftung begrüßen, die sich die Naturbildung für Jugendliche zum Ziel gewählt hat. Auch der NABU Wiesbaden war an den Projektdurchführungen beteiligt. Die Teilnehmenden der Jugendbegegnung erhielten, wie stets, den EU-Youth-Pass, der sich, so Christoph Manjura, immer gut in späteren Bewerbungsmappen machen werde.

Die deutsch-griechische Begegnung ist ein Gemeinschaftsprojekt der IGS Riehlschule, der Schulsozialarbeit und der Abteilung Jugendarbeit wi&you und Teil von „Wiesbaden International“ (www.wiesbaden-international.de.)