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Persönlicher Rückblick auf das Projekt “Deutsch-Albanische Jugendbegegnung “Respekt for All – 2017 und 2019”

Ich bin der Guljem (momentan 22 Jahre alt), damals noch 16 und 18 Jahre alt. Ich durfte an beiden Projekten teilnehmen und habe eine wundervolle Erfahrung gemacht bei der ich neue Perspektiven gewonnen, neue Freundschaften verknüpft und kulturellen Vielfalt erlebt habe.
Meine Erfahrung ist und bleibt unvergesslich, damals habe ich in einem fremdsprachigen Gymnasium in meinem Heimatland die deutsche Sprache und viel über die deutsche Kultur gelernt. Das Projekt bzw. die Projekte haben mir die Möglichkeit gegeben, alles, was ich über Deutschland gelernt hatte, auch in Realität zu erleben und vor allem meinen Horizont und meine Perspektiven zu erweitern.
Wir haben jeden Tag durch verschiedene Ausflüge in verschiedene Städte (wie z.B. Besichtigung von Schloss Biebrich und Rathaus sowie Landestag in Wiesbaden, Freudenbergerschloss und Kletterwald “Neroberg”, Graffiti an der Theodor-Heuss-Brücke in Wiesbaden bis hin nach Mainz in der Stadt und Umgebung, einen Ausflug in Rüdesheimer Niederwald und eine Fahrt mit dem Rüdesheimer Seilbahn, die Besichtigung des Deutschen Bundestags, der Berliner Mauer und des Schloss bzw. Schlossparks Charlottenburg in Berlin), und verschiedenen Veranstaltungen, auf denen wir gemeinsam mit Kreativität gearbeitet haben (wie z.B. in den Räumen von Kinder-, Jugend-, und Stadtteilzentrum Biebrich (zusammen kochen, basteln, spielen, singen, tanzen, Upcycling usw.), OpenAir Kino, Teilnahme an dem Johannisfest in Mainz, Lama-Trekking auf den Geisberg in Wiesbaden) viel Neues entdeckt, voneinander viel gelernt und dabei auch viel gelacht.
Ein Highlight des Austausches war zweifellos das Essen. Schon zu meiner Zeit in Gymnasium hatte ich oft im Unterricht über Bretzel, Curry-Wurst, verschiedene Brot- und Kuchensorten, die es in Deutschland gibt, gehört und wollte sie schon immer ausprobieren. Mittlerweile gehört Brezel fast täglich zu meinem Frühstück oder zu meiner “Rettung”, wenn ich Unterwegs bin und Hunger habe.

Was fand ich an den Projekten positiv?

Einfach alles: Ablauf, Struktur, die Grundidee dahinter und besonders dass alles so gut organisiert war und ich/wir eine tolle und kompetente Begleitung durch das Jugendzentrum Biebrich, Wiesbaden bzw. Benjola Kapllani und Gaby Reiter hatten, die die Projekte organisiert
haben und uns jederzeit geführt und begleitet haben und für uns ein offenes Ohr hatten. Und natürlich, dass es eine wunderbare Erfahrung war, bei der man neue Einsichten und Perspektiven gewinnen konnte.

Was fand ich an den Projekten negativ?

Meiner Meinung nach gab es nichts, wo man etwas Negatives sagen könnte!

Welchen Einfluss haben die Projekte auf mein Leben?

Der kulturelle Austausch hat mein Leben bereichert. Ich habe neue Freundschaften verknüpft, meinen Horizont und meine Fremdsprachkompetenz erweitert, eine neue Kultur kennengelernt und neue Perspektiven gewonnen. Es ist erstaunlich, wie viel wir voneinander lernen können, wenn wir offen sind und uns auf den Austausch einlassen.
Nach dem letzten Austausch und erfolgreichem Abitur kam ich über das AuPair-Programm zurück nach Deutschland, wo ich die Möglichkeit hatte meine Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen, die Kultur, Gewohnheiten und das Leben in Deutschland noch besser kennenzulernen.
Nach dem AuPair-Programm bin ich mit einem Bundesfreiwilligendienst in der Pflege eingestiegen, um die ersten Erfahrungen zu sammeln und anschließend meine Ausbildung zum Pflegefachmann begonnen. Derzeit bin ich noch in der Ausbildung und ich freue mich auf weiteres Lernen, Entdecken und Entwicklung.

Ich bin dankbar für den Austausch, für die kulturelle Vielfalt, für die neuen Freundschaften und die neuen Perspektiven. Würde ich wieder an dem Projekt teilnehmen? Definitiv!

 

Verfasst von Guljem Gjika

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